Der Tempest 2 ist genau das, was ich mir von einem nicht akkubetriebenen Dry-Herb-Vape immer gewünscht habe.
Er ist ein Ballvape, der entweder über Induktion oder per Butanbrenner erhitzt wird.
Haptik & Design
Der Tempest 2 ist aus Titan gefertigt, mit Ausnahme des Heatshields.
Alles – wirklich alles – an dem Gerät wirkt durchdacht. Angefangen bei der Schraube, die man lösen muss, um an den Visual Indicator zu kommen, welche man mit dem Cooling Stem öffnen kann, über das durchdachte Heatshield, das besonders in der Holzversion die Hitze sehr gut isoliert, bis hin zum Mundstück, das so gefertigt ist, dass es auf fast jeden Wasserfilter passt.
Klingt kompliziert? Ist es nicht. Es ist einfach ein sehr schönes und durchdachtes Produkt.
Ich selbst habe nie einen Tempest 1 besessen, aber der Kollege, der mir das Gerät vorgestellt hat, schon. Und so wie ich ihn verstanden habe, ist der Tempest 2 in allen Bereichen eine konsequente Weiterentwicklung.
Bedienung & Funktion
Der Tempest 2 ist ein Ballvape. Das bedeutet, dass sich ganz vorne in der Heizeinheit Kugeln befinden, die erhitzt werden.
Vor der Benutzung wird die Kappe abgeschraubt und mit Kräutern befüllt. Anschließend wird das Gerät auf die gewünschte Temperatur gebracht.
Das Erhitzen erfolgt entweder durch einen Brenner oder ein Induktionsheizgerät. Die Temperatur wird sowohl durch das Klicken der Clickdisks als auch durch den Visual Indicator angezeigt.
Wenn das Gerät die Zieltemperatur erreicht hat, wird – wer hätte es gedacht – inhaliert. Die Luft strömt durch die heißen Kugeln, anschließend durch die Kräuter und dann über eine Kühlspirale in die Lunge.
Die Luftzufuhr kann sowohl an der Kappe als auch über der Kühlspirale geregelt werden. Dadurch lässt sich sehr gut einstellen, wie viel „Beiluft“ man zieht und wie der Vape schmeckt und wirkt.
Seit diese wunderbaren Geräte bei uns eingezogen sind, gehören sie auf jeden Fall zu den Daily Drivern.
Es ist ein völlig anderes Dampfen als zum Beispiel mit einem Mighty oder Venty. Während ich beim Venty meist bei 160 °C beginne und mich langsam bis 210 °C hochschraube, ist der Tempest 2 viel direkter: Bauen, Aufheizen, Ziehen, Wegstellen.
Der Geschmack, der Hit – alles ist viel kompakter und konzentrierter.
Jeder mag es anders, aber ich persönlich sehe den Tempest 2 als großartige Ergänzung. Häufig nutze ich ihn für kürzere Sessions, wenn ich gerne noch einen rauchen möchte, aber nicht die Zeit für einen Mighty oder Venty habe.
Dampfqualität & Geschmack
Hier hängt alles zu 100 % vom Benutzer ab.
Wie dicht der Dampf ist und wie präzise der Geschmack ausfällt, liegt an dir.
Idealerweise weißt du, welchen Geschmack und welchen Dampf du möchtest – und genau das lässt sich mit dem Gerät erreichen. Wenn man die Lernkurve einmal verstanden hat, ist das absolut möglich.
Ich habe schon grandiosen Geschmack und dichten, tollen Dampf aus dem Gerät bekommen.
Ich habe allerdings auch schon meine Bowl verbrannt, weil ich das Handling nicht verstanden habe.
Es ist möglich, konstant gute Ergebnisse zu erzielen, aber man muss üben und das Gerät verstehen. Wenn man das tut, steht einem 1A-Dampferlebnis nichts mehr im Weg.
Lernkurve & Tipps
Wie bei allen Vapes ist es wichtig: Vor der Erstbenutzung gründlich reinigen!
Der Tempest 2 hat eine Lernkurve, und das lässt sich auch nicht schönreden. Allerdings ist sie dank des visuellen Anzeigers nicht ganz so groß wie beim Dynavap.
Der einfachste Weg zu konstanten Ergebnissen ist ein Induktionsheizer.
Es gibt zum Beispiel den Ispire Wand, ein Klassiker, oder den YLL 3.0 Induction Heater. Mad Heaters selbst haben auf ihrer Website eine Anleitung, wie man den Tempest 2 am besten mit dem Wand benutzt.
Wenn man seinen „Workflow“ einmal gefunden hat, ist es relativ einfach, ein konsistentes Ergebnis zu erreichen.
Wenn du dir jetzt einen Tempest 2 gekauft hast, kann ich dir nur raten, dich langsam heranzutasten. Eine große Hilfe ist die Website von Mad Heaters selbst.
Pflege & Zubehör
Die Pflege des Tempest ist „as easy as can be“. Das Gerät lässt sich ohne zusätzliches Werkzeug komplett zerlegen.
Bis auf das Holz-Heatshield lässt sich alles in Isopropanol reinigen.
Wenn du etwas Geld übrig hast, kann ich dir einen Induktionsheizer, einen Reload sowie ein Case empfehlen.
Diese Produkte sind nicht notwendig, erleichtern den Umgang mit dem Tempest 2 aber enorm.
Zusammenfassung
Vorteile:
- Du bekommst genau das Vape-Erlebnis, das du suchst
- Robuste, langlebige Bauweise
- Einfach zu reinigen
- Kompakt
- Kein Strom notwendig (bei Butanbetrieb)
Nachteile:
- Preislich eher im mittleren bis oberen Segment
- Keine genaue Temperaturanzeige
Persönliche Empfehlung
Wenn du ein Gerät ohne Akku suchst, ist der Tempest 2 mit Abstand das beste, das ich bisher in den Händen hatte.
Es ist sicherlich nicht für jeden etwas, ohne Temperaturanzeige zu arbeiten und die Hitze extern zuführen zu müssen.
Wenn man sich damit arrangieren kann, ist es jedoch ein tolles Gerät.
Fazit
Kurz und knapp: Der Tempest 2 ist für mich das, was ich mir vom Dynavap immer gewünscht habe.
Geiler Dampf – ob am Schreibtisch oder outdoor – und das immer genau so, wie ich es mag.
Ganz lieben Dank an VanZorn der mich auf das Gerät gebracht hat und mir mit Rat und Tat zur Seite stand.

