Ich habe das Schreiben dieses Textes so lange vor mir hergeschoben, dass mittlerweile der nächste Grow in diesem Beet bereits in die Blüte geht. Das gibt mir allerdings die Chance, den ersten Grow im Living-Soil-Beet etwas genauer abzurappen.
Es war ein „bumpy ride“, aber auch ein schöner.
Ich habe so viel falsch gemacht, dass ich es kaum alles aufzählen kann. Einige Substrate hatte ich in der falschen Menge oder in der falschen Form. Von manchen Komponenten war schlicht zu viel im Mix. Alles in allem war mein Living Soil von Anfang an etwas „vermuxt“.
Trotzdem habe ich mich entschieden, es einfach zu versuchen.
Wie gesund das Beet nun tatsächlich ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Gemessen daran, dass ich beim zweiten Grow bisher keine Mangelerscheinungen sehe, würde ich allerdings sagen, dass ich „Glück im Unglück“ hatte.
Natürlich wäre vieles besser gelaufen, wenn ich nicht so viele Fehler gemacht hätte – aber vielleicht kann ich euch damit zumindest ein wenig die Angst nehmen. Um „Die Wüste lebt“ zu zitieren:
„Das Leben findet einen Weg.“
Living Soil scheint kleinere Fehler also durchaus zu verzeihen.
Was hätte ich im Nachhinein anders gemacht?
Der erste Punkt ist gleichzeitig der wichtigste für mich:
Ich hätte ein Zelt mit mindestens zwei Öffnungen gewählt.
Ich hatte dieses Zelt bereits, bevor das Projekt überhaupt ein Gedanke war, und habe nicht darüber nachgedacht, es zu tauschen. Das bedeutet allerdings auch, dass ich an die hinteren Pflanzen nur sehr schlecht herankomme. Das ist zwar ätzend, aber kein Genickbruch.
Über das Beet selbst kann ich nichts Negatives sagen – außer, dass es natürlich nicht günstig ist. Ob eine preiswertere Variante genauso funktioniert hätte, kann ich nicht beurteilen.
Das Mischen des Soils würde ich, sollte ich das Ganze noch einmal machen, deutlich sorgfältiger angehen und mir vor allem einen geeigneten Platz dafür suchen. Es direkt im Beet zu mischen, hat alles unnötig verkompliziert.
Fazit
Ich hatte wirklich Sorgen, wie gut dieses „magische“ Living Soil wohl funktionieren würde.
Kurzfassung: super!
Trotz meiner vielen eigenen Fehler hatte ich im ersten Grow keinerlei Mangelerscheinungen. Die einzigen Probleme, die auftraten, waren meiner eigenen Doofheit geschuldet.
Es gibt definitiv eine Lernkurve – vor allem, wenn man andere Anbauformen gewohnt ist. Manchmal ist es schon befremdlich, nicht zu düngen, sondern nur Wasser zu geben und darauf zu vertrauen, dass das Beet den Rest regelt.
Die Ernte war qualitativ hervorragend.
Die Menge war gut, die Terpene waren stark, es gab null Schimmel – und insgesamt war ich wirklich sehr zufrieden.
Ich werde – wenn vielleicht auch manchmal etwas verspätet – auf jeden Fall Updates zu diesem Projekt geben.
Von mir gibt es bis dato einen dicken Daumen nach oben.
