Kannastör – GR8TR V2

Haptik & Design

Der GR8TR V2 wirkt auf den ersten Blick wie ein High-End-Grinder. Und ja, er ist sauber gefräst, alles sitzt, alles dreht – aber sobald man den Preis im Hinterkopf hat, kommt man schnell wieder auf den Boden der Tatsachen.
Am Ende des Tages ist es ein klobiger Alu-Klotz, der deutlich schwerer und wuchtiger ist als er sein müsste.

Die eloxierte Oberfläche sieht okay aus, aber sie fühlt sich nicht nach „Premium“ an – eher nach Werkzeugkasten in schickem Schwarz.
Die ganzen modularen Teile wirken beeindruckend, bis man merkt, dass man 50 % davon im Alltag eh nie benutzt.

Kurz gesagt:
Er ist groß, er ist schwer, er ist Aluminium – und dafür ist er einfach zu teuer.


Bedienung & Funktion

Der GR8TR V2 funktioniert. Punkt.
Er mahlt Kräuter klein, so wie jeder andere Grinder auch. Die diamantförmigen Zähne erledigen ihren Job solide, aber auch nicht besser als 20–30 € Modelle aus gutem Alu.
Positiv ist, dass es zwei verschieden Grobe „Mahlscheiben“ dazu gibt.

Die ganze modulare Konstruktion klingt auf dem Papier cool – in der Realität ist es einfach viel zu viel Material, viel zu viel „Gewinde hier, Gewinde da“, und irgendwann nervt es eher, als dass es Mehrwert bietet.

Das Pollensieb ist fein und sammelt ordentlich, aber wenn man ehrlich ist: Wer benutzt denn noch ernsthaft das klassische Kief-Sammeln als Funktion?
Positiv ist hier, dass man das Sieb zum reinigen raus schrauben kann.
Die Magnetverbindung hält, ja – aber das ist bei 100 €+ auch keine Leistung, die man besonders erwähnen müsste.


Grindqualität & Konsistenz

Der Mahlgrad ist okay, je nach verwendeter Disk ist der Mahlgrad gröber oder feiner.
Er klebt nicht übermäßig, aber das tun viele andere Grinder in dieser Preisklasse (und darunter) auch nicht.

Das Ergebnis ist völlig brauchbar – aber eben nichts, das den Preis rechtfertigt.
Für Vaporizer reicht der Grind, für Joints ebenso.




Pflege & Zubehör

Die Reinigung ist prinzipiell einfach, aber durch die ganzen Einzelteile auch unnötig fummelig.
Die Oberfläche ist widerstandsfähig, das stimmt, aber es ist halt trotzdem nur Aluminium.

Ersatzteile sind zwar erhältlich, aber der Preis macht das alles eher unattraktiv.
Das Zubehör ist nett, aber auch nicht mehr als Standard-Beigaben, die man bei günstigeren Modellen genauso bekommt.


Zusammenfassung

Der GR8TR V2 ist ein Grinder, der gerne mehr wäre, als er tatsächlich ist.
Er funktioniert solide, ist sauber verarbeitet und macht, was er soll – aber er ist überteuert, überdimensioniert und ausgerechnet aus Aluminium, obwohl er preislich schon fast in Titan-Gefilden spielt.

Wer minimalistische, leichte, unkomplizierte Grinder mag, wird mit dem GR8TR eher nicht glücklich.
Er richtet sich an Leute, die modulare Systeme lieben – aber selbst die brauchen selten all die Funktionen, für die man hier bezahlt.


Vorteile
  • Saubere Verarbeitung
  • Solider, gleichmäßiger Grind
  • Magnetdeckel hält gut
  • Modular
Nachteile
  • Unverschämt teuer für einen Alu-Grinder
  • Klobig, unnötig viel Material
  • Modularität bringt wenig echten Mehrwert
  • Reinigung durch viele Teile nervig
  • Nicht besserer Grind als deutlich günstigere Modelle
  • Für sehr feinen Grind ungeeignet

Persönliche Empfehlung

Wenn du einfach einen Grinder willst, der zuverlässig funktioniert, gibt es für die Hälfte des Preises bessere Optionen – leichter, schlanker, minimalistischer und genauso effektiv.
Der GR8TR V2 ist ein schönes Stück CNC-gefrästes Aluminium, aber eben kein Produkt, das seinen Preis wirklich rechtfertigt.

Ich will hier niemandem sein Gerät madig reden sondern nur eine ehrliche Review geben. Ich besitze mehr als nur einen dieser Grinder und bei Freunden löst er gemischte Reaktionen aus. Einige lachen andere schütteln den Kopf und wieder andere finden ihn toll. Geschmäcker sind verschieden aber es ist in meinen Augen weder der Günstigste noch der Beste noch der Schönste Grinder.